Nach einem Besuch in Songhor im März berichten unsere Mitarbeiter Jörg Hübner und Jörn Carsten Pfeiffer:
Aquinas Anogoli ist jetzt seit fast einem Jahr als Teamleiter auf unserer Farm. Moses, Justus und Tobias sind die ersten drei jungen Männer, die bei Reuben und Sabina Gitau in der Wohngemeinschaft eingezogen sind. Reuben ist verantwortlich für die Kontaktgruppenarbeit, den Austausch mit dem Strafvollzug sowie für die Begleitung der Jugendlichen auf der Station. Wir überlegen mit unseren Mitarbeitern, wie wir noch mehr Jugendlichen eine Chance bei uns geben können.
Bei einem Treffen mit der Anstaltsleitung des Jugendgefängnisses in Shikusa Borstal fragte uns der Anstaltsleiter: „Wie können wir noch besser zusammen arbeiten?“ und „Könnt ihr nicht noch mehr strafentlassenen Jugendlichen eine Chance geben?“ Gerne wollen wir mit ihnen enger zusammen arbeiten. Da eine Wegstrecke nach Shikusa Borstal ca. 3 Stunden dauert, wurde uns sogar angeboten, im Gefängnis zu übernachten. So haben wir noch mehr Zeit für die Begegnung mit den Gefangenen.
Auf unserer Farm wird neben dem Zuckerrohr nun vermehrt Obst und Gemüse angebaut. Durch die Abhängigkeit von der lokalen Zuckerrohr Company bei der Ernte ist das Risiko hoch, nicht rechtzeitig ernten zu können. Das haben wir schmerzlich erfahren müssen. Unser Farmleiter Isaac Meresei und die Arbeiter sind dabei, die Maisfelder zu bestellen. Mit einer Bewässerungsanlage könnte das Gemüse bis zu vier Mal im Jahr geerntet werden. Durch Sponsorengelder könnten diese Investitionskosten getragen werden.
Der Austausch mit den Mitarbeitern und dem lokalen Vorstand unserer Arbeit hat allen gut getan. Der einheimische Vorstand hat noch mehr Verantwortung übernommen. Unser Team wird außerdem regelmäßig von Alfred Wetindi, einem langjährigen Mitarbeiter in der Randgruppenarbeit, vor Ort begleitet und beraten.
Unser Wunsch ist es, neue ehrenamtliche Mitarbeiter für unsere Arbeit gewinnen zu können. Wir hoffen, dass Gott uns die passenden Mitarbeiter sendet.
Die finanziellen und personellen Herausforderungen liegen auf der Hand – darum bitten wir um Fürbitte und Unterstützung.