"Texte gehen unter die Haut"
Über das Konzert berichtete die "Bergische Morgenpost" am 29.11.2010:

Texte gehen unter die Haut
Manfred Siebald, bekannter Liedermacher christlicher Songs, sang im Forum Lieder von der Liebe zu Gott. Mitgestaltet wurde das sehr gut besuchte Konzert vom Projektchor der Gefährdetenhilfe Scheideweg.

Von Heike Karsten
Nur wenige Plätze blieben leer, als Manfred Siebald am Samstagabend vor mehr als 400 Zuschauern seine Gitarre anstimmte. Der im deutschsprachigen Raum bekannte christliche Liedermacher aus Mainz folgte nach acht Jahren wieder der Einladung der Gefährdetenhilfe Scheideweg. Mit dem Titel „Es kann immer noch ein schöner Abend werden“ begann er seinen zweistündigen Vortrag mit alten und neuen Titeln seiner selbst geschriebenen Lieder.
Seit 40 Jahren gibt der Musiker an den Wochenenden Konzerte und singt dabei aus dem Alltag des Glaubens und für den Alltag des Glaubens. „An die 3000 Konzerte habe ich auf dem Buckel“, sagte Siebald. Die Erlöse seiner Konzerte gehen an diakonische und missionarische Einrichtungen in Europa, Asien und Südamerika.

Vorlesungen und Konzerte
Im Hauptberuf ist Manfred Siebald Professor für Amerikanistik an der Uni Mainz. Wie diese Kombination funktioniert, erklärt der Liedermacher so: „Am Wochenende ruhe ich mich von der Woche aus, in der Woche vom Wochenende.“ Seinen Gesang begleitet Siebald mit verschiedenen Gitarren, er überzeugt mit seiner Authentizität: Jeden Satz nimmt man dem Sänger ab, wobei die Worte von tiefem Gottvertrauen zeugen. „Die Texte gehen richtig unter die Haut“, meinte Klaus-Dieter Händeler, der sich in der Pause mit CDs des Liedermachers ausstattete.
Die Lieder von Siebald werden nicht nur auf Konzerten, sondern auch in Gottesdiensten oder auf Hochzeiten gesungen. So wurden die Zuhörer zu einem großen Chor, der die Refrains einiger Lieder geschlossen mitsang. Die Texte kennt auch Sylvia Thiemann. Mit ihrem Mann genoss die Hückeswagenerin den Abend: „Ich kenne Manfred Siebald schon seit 32 Jahren und finde eigentlich alle Lieder schön.“

Gemeinsames Finale
Nach der Pause wurde es weihnachtlich: Der Projektchor der Gefährdetenhilfe sang internationale Advents- und Weihnachtslieder. Unter der Leitung von Petra Halfmann und in Begleitung einer kleinen Band sangen die 28 Chormitglieder Bibelstellen in italienischer, französischer und englischer Sprache. Der Chor, der häufig in Gefängnissen auftritt oder in anderen Ländern unterwegs ist, nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Weltreise nach Russland, Brasilien und Kenia.
Chorleiterin Petra Halfmann trug mit ihrer schönen Sopranstimme ein Solostück vor, bevor der Chor gemeinsam mit Manfred Siebald musizierte. Als Einstieg in die Adventszeit kamen die Zuschauer bei der Zugabe in den Genuss einer speziellen Version von „Stille Nacht“, die wunderbar zu der mit Weihnachtssternen dekorierten Bühne passte und den bewegenden Abend ausklingen ließ.
 

 



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