Die lokale Presse berichtete ausführlich über das Konzert:
Remscheider General-Anzeiger / Artikel vom 18.05.2010:
Das Evangelium mit Musik
Von Fabio Astuni
"Wenn man mit David gemeinsam singt, dann ist das schon inspirierend", schwärmte Chorleiterin Petra Halfmann vom Musicalstar. David Thomas unterstütze das Chorprojekt der Gefährdetenhilfe Scheideweg schon zum zweiten Mal. Jeder der wollte konnte an den sechs Wochen andauernden Proben teilnehmen.
Am Sonntagabend war es dann endlich soweit. Die 40 Projektteilnehmer sorgten mit tatkräftiger Unterstützung von David Thomas für einen unterhaltsamen und besonders mitreißenden Abend voller Gospelmusik. "Der Chor ist bunt gemischt. Es sind Mitglieder der Gefährdetenhilfe, aber auch solche Teilnehmer mit dabei, die mit uns bisher noch keinen Kontakt hatten", freute sich Jörn Carsten Pfeiffer. Trotz des bunt gemischten Haufens waren die Proben kein großes Problem wie die Chorleiterin erklärte: "Wir haben uns eigentlich ziemlich schnell aufeinander abgestimmt und hatten einen riesigen Spaß."
Thomas selbst war dabei zwei Mal bei den Proben anwesend und konnte mit seiner langen Bühnenerfahrung die er unter anderem bei Musicals wie "Starlight Express" oder "Tabaluga" gesammelt hatte, den Laien unter die Arme greifen. Das Ergebnis war am Sonntag beeindruckend. Es wurden nicht nur Gospelklassiker wie "Happy" oder "Lean on me" vorgetragen, sondern auch selbst komponierte Stücke von Thomas. Spätestens nach dem Titel "Tell all nations" war der Bann gebrochen: Das ganze Publikum sang und klatschte mit. Nicht "Berieseln lassen", sondern "Mitmachen" war an diesem Abend die Devise. Die Stimmung ließ sich sogar noch steigern. Nach Aufforderung des zu jeder Zeit bestens aufgelegten David Thomas wurde zu "I`m a friend of god" sogar mitgetanzt. Das fast ausverkaufte Forum wurde also bestens unterhalten. Dabei wurde aber auch der tiefsinnige Aspekt nicht außer Acht gelassen. "Gospel bedeutet übersetzt Evangelium. Weil die Texte der Stücke solch wichtige Inhalte haben, haben wir einen Projektor aufgebaut, der die deutschen Übersetzungen der Songtexte für alle an die Wand wirft", erklärte Pfeiffer. Sowohl für den Chor um David Thomas, als auch für das Publikum dürfte es ein erfolgreiches Konzert gewesen sein. Dazu trug jedenfalls jeder Anwesende an diesem Abend seinen Teil bei.
© rga-online
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Bergische Morgenpost / Artikel vom 18.05.2010:
Gospel trifft traditionelle Kirchenmusik
Von Maren Panitz
Ein mitreißendes Konzert, prall gefüllt mit christlichen Botschaften und persönlichen Interviews, erlebten über 400 Zuhörer am Sonntagabend im ausverkauften Forum. Zusammen mit dem Projektchor der Gefährdetenhilfe Scheideweg stand Gospel-Komponist und -Interpret David Thomas mit größtenteils selbst arrangierten Liedern wie „Shout for Joy“ oder „For the Rest of my Life“ auf der Bühne. Mit seinen Texten sorgte er dafür, dass sich Menschen im Publikum ergriffen in die Arme nahmen. Mit seiner ausdrucksstarken Soul-Stimme präsentierte Thomas ein britisches Kirchenstück sowohl in der herkömmlichen, als auch in einer Gospel-Version. „Ich experimentiere gern mit traditionellen Kirchenliedern“, erzählte der in der Karibik geborene Gospel-Komponist und Pastoren-Sohn. Mit dem Stück „He lives“, bei dem er vom Projektchor begleitet wurde, fesselte er das Publikum. „Dieses Stück haben früher meine Eltern gesungen, ich wollte es unbedingt verändern“, berichtete Thomas.
Für die Organisatoren des Konzerts stand das gelungene Chorprojekt zwar im Vordergrund, darüber hinaus sollten aber auch zwischenmenschliche Töne transportiert werden. In einem Interview berichtete Songschreiber und Musical-Star David Thomas über seine Nähe zu Gott. Die aus einer kurdischen Missionarsfamilie stammende Leila berichtete von ihrer Drogenabhängigkeit. Sie lebt seit sechs Monaten in einer Wohngemeinschaft der Gefährdetenhilfe und blüht mit dem Gospelchor neu auf. „Auch, wenn ich immer wusste, dass sich mit Drogen keine Probleme lösen lassen, habe ich mich trotzdem hinreißen lassen. Ich fühlte mich damals von meinen Eltern verlassen und wollte einfach aussteigen“, erzählte Leila. Der darauf folgende Absturz habe ihr die Augen geöffnet – vor allem weil ihre Eltern bis zum Schluss zu ihr hielten – „obwohl ich sie sehr enttäuscht haben muss“.
Auch Chorleiterin Petra Halfmann versucht, mit Hilfe der Musik menschliche Kontakte herzustellen. Wie bereits beim ersten gemeinsamen Gospelprojekt vor vier Jahren, werde der Chor auch diesmal wieder ein Konzert in einem Gefängnis geben, teilte sie mit: „Bei unserem letzten Auftritt in der JVA Wuppertal berichteten uns die Insassen ergriffen, dass sie für ein paar Stunden ganz vergessen hätten, dass sie sich in einem Gefängnis befinden.“
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