[08.03.09] Es war nicht ihre erste Gefängnistour, und so traf sie hinter den Gittern bereits Bekannte: Sarah Brendel besuchte am Wochenende mit ihrer Band und Teams der Gefährdetenhilfe die Gefängnisse in Geldern und Bochum sowie das Frauengefängnis Willich.
Die Idee für diese Tour kam Sarah bereits als Teenager, als sie anfing, ihre ersten Lieder zu schreiben und eingeladen wurde, ihre Songs in den Gefängnissen ihrer Heimatstadt Vechta zu spielen. Noch heute erinnert sie sich gut an die Atmosphäre, die bei diesen besonderen Konzerten herrschte: "Die meisten meiner Zuhörer waren Menschen, die eine schwere Vergangenheit hinter sich hatten. Es waren Leute, deren Herz die Musik auf eine ganz eigene Art und Weise erreichte. Hier an diesem traurigen Ort konnte ich Menschen glücklich machen, indem ich für sie sang.“
Die Lieder und persönlichen Statements der Sängerin kamen hinter den Gittern gut an. Sarahs verständnisvolles Eingehen auf Menschen im Gefängnis hat auch einen Bezug zu ihrer eigenen Lebensgeschichte, in der sie die Auswirkungen der Drogensucht im eigenen familiären Umfeld erlebte. Jesus macht frei, diese Botschaft der jungen Sängerin kam glaubwürdig bei den Zuhörern an.