Crossroads Prison and Rehabilitation Trust offiziell registriert

Nairobi > Im November erhielt der "Crossroads Prison and Rehabilitation Trust Kenya" seine offizielle Anerkennung. "Trustees" sind der aus Nandi Hills stammende und in Nairobi tätige Rechtsanwalt Paul Lilan, aus unserem Ort Songhor der Schulleiter Joel Kemei sowie Rolf Stosberg. Der Trust gibt uns die rechtliche Grundlage für das Gefährdetenhilfeengagement in Kenia.

Dass dieses Engagement auch von der neuen Strafvollzugsleitung gewollt und unterstützt wird, betonte der Senior Deputy Commissioner of Prisons George N. Macgoye bei einer Begegnung mit deutschen Vorstandsmitgliedern der Gefährdetenhilfe. Der kenianische Vollzug will in Zukunft verstärkt auf die 'innere Reform' der gefangenen setzen, dazu mehr Seelsorger und zivile Beschäftigte in den Anstalten einsetzen und auch die Tätigkeit von Crossroads fördern. Gefährdetenhilfe-Vorstandmitglied Siegfried Haase und Geschäftsführer Achim Halfmann besuchten die ostafrikanische Zweigestelle im November. Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen vor Ort vereinbarten sie: Die offizielle Einweihung der Crossroads-Farm in West-Kenia wird am 29. Mai stattfinden.

Unser Mitarbeiter Rolf Stosberg berichtet aktuell aus Westkenia:

Jetzt sind wir tatsächlich schon länger als ein halbes Jahr hier.  Es ist ein 'home from home' für uns geworden, auch wenn wir nicht ganz frei von Heimweh sind. Das Klima ist für uns sehr verträglich. Regenschauer von fast sintflutartiger Intensität erfreuen uns, denn sie bringen hochwillkommene Abkühlung. Dankbar sind wir für eine sehr reiche Mais- und Zuckerrohrernte auf unserer Farm. Der Anbau von hier fast unbekannten Gemüsesorten dient der Bereicherung des Küchenzettels, nur ist es schwierig einen Absatzmarkt dafür zu finden. Für den Straßenbau ist in den letzten Wochen viel getan worden, so dass für jede Einkaufsfahrt nur vier statt fünf Stunden Fahrzeit anfallen.

Seit Anfang Oktober wohnt wieder Reuben Gitau auf der Farm. Vor ca. einem Jahr musste er wegen den ethnischen Unruhen die Region verlassen. Er legt fleißig mit Hand an und übernimmt die Planung und Durchführung der Gefängniseinsätze. So sind für jeden Monat zwei Einsätze im Jugendarrest und im Hauptgefängnis (Männer u. Frauen) in Kakamega angesetzt. Wir hoffen, bald mit der neuen Leitung des kenianischen Strafvollzugs in Nairobi zusammenzutreffen.

Wir freuen uns über die große Unterstützung unserer Freunde vom Missionswerk „Diguna“. Auch William aus Ghana ist wieder zu uns gekommen, nachdem er letztes Jahr während der Unruhen das Land verlassen musste. Er ist für uns eine sehr willkommene Verstärkung. Ab März nächsten Jahres hoffen wir die ersten Strafentlassenen aufnehmen zu können. Entsprechend dem bewährten Scheideweger Modell müssen dafür noch die passenden Begleitpersonen gefunden werden.

In dem neuen Wohnhaus ist unsere Wohnung nahezu bezugsfertig. Reubens Familie wird im Januar nachkommen. Sabina Gitau, Mutter von vier Kindern, leidet schon einige Wochen an Typhus. Betet bitte verstärkt für die ganze Familie in dieser schwierigen Situation.

 





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Das Farmhaus in Songhor


Mitarbeiter beim Tischkicker


Unsere Nachtwächter


Besuch beim Deputy Commissioner of Prisons

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