Vorgestellt: Kontaktgruppe JVA Wuppertal

 

In unserer Reihe "Vorgestellt" berichten Kontaktgruppenmitarbeiter aus den Kontaktgruppen in den unterschiedlichen Vollzugsanstalten und Jugendarrestanstalten. Kontaktgruppen-Leiter Wolfgang Hlusiak berichtet aus unserer Kontaktgruppe in der JVA Wuppertal:

Die JVA Wuppertal gehört in NRW zu den moderneren Gefängnissen. Die Anstalt wurde 1980 fertiggestellt, und ist an den Ecken der Mauer mit den markanten Außenkanzeln bestückt. Ebenso gibt es in Wuppertal einen Hochsicherheitstrakt. Gebaut wurde die Anstalt für 495 Haftplätze. Aber auch die JVA Wuppertal leidet, wie fast alle Haftanstalten in NRW, an starker Überbelegung. So sind in den 3 Hafthäusern z.Zt. etwa 600 bis 650  Gefangene untergebracht. In den Häusern  A und B sind erwachsene  Männer in Strafhaft, während in Haus C überwiegend jugendliche U-Häftlinge sitzen.

Im Jugendhaus warten die meisten  auf ihren Gerichtstermin, während andere nach dem Urteil auf  ihre Verlegung warten (z.B. nach Siegburg oder Hövelhof).

Seit 1988 fahren wir regelmäßig zu den Jugendlichen nach Wuppertal. Wir treffen uns alle 2 Wochen freitags zwischen 13.30 Uhr und 15.00 Uhr in der Anstaltskirche. Wir Mitarbeiter, z.Zt. sind das 9 Personen, kommen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen. Da sind vollzeitige Mitarbeiter der Gefährdetenhilfe, Hausfrauen, ein Selbständiger, dazu drei Rentner, die beruflich ungebunden sind und die Zeit mit uns im Knast verbringen können. Alle haben wir gemeinsam das Ziel den Jugendlichen, die zu uns in die Gruppe kommen, von der Liebe Jesu zu erzählen, die auch ihr Leben verändern und in eine neue positive Richtung  wenden kann.

Die Zahl der Jungens die sich mit uns trifft, ist leider oft sehr schwankend. Doch meistens sind es zwischen 3 bis 9 Personen. Begleitet und unterstützt wird unsere Arbeit durch die Anstaltsseelsorger, zu denen wir von Anfang an ein sehr gute Verhältnis haben.

In der JVA Wuppertal haben wir  eine offene Tür und gute Möglichkeiten. Betet mit dafür, das es in Zukunft so bleibt, und unsere ehrenamtliche Arbeit nicht durch die finanziellen Schwierigkeiten im Justizvollzug eingeschränkt wird.

(aus: Rundbrief Nr. 4 / 2003)





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JVA Wuppertal


Wolfgang Hlusiak

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