Mit dem Zusammenbruch des "Ostblocks" übernahm der Verein auch in ehemals kommunistischen Ländern Verantwortung - in Osteuropa, Russland und der Mongolei.
Kontaktgruppenarbeit im Strafvollzug, eine Wohngemeinschaft für Straffällige, Jugendarbeit, Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiter und manches andere ist in dem zentralasiatischen Land an der Grenze zu China inzwischen entstanden - Hilfen, auf die insbesondere die etwa 6.500 Gefangenen dort angewiesen sind.
Der Verein "Gefährdetenhilfe Ulaanbaatar" wurde als Zweigverein der Gefährdetenhilfe Scheideweg 1994 offiziell registriert; seit 1992 sind Gefährdetenhilfe-Mitarbeiter im Land tätig. Die Mitarbeiterfamilie Dong Hwan & Miriam, Benjamin, Matthias und Johannes Kim leben und engagieren sich dort.
Mit Ehrenamtlichen besuchen sie regelmäßig 10 Gefängnisse. Haftentlassenen Menschen bietet die Gefährdetenhilfe für einige Monate Platz für ihre Jurten und begleitet sie dort bei den ersten Schritten in Freiheit.
Arbeitslosigkeit ist einer der großen Hindernisse, die dem Straffälligen nach seiner Entlassung begegnen. Mit dem Bauarbeitsbereich wird Entlassenen geholfen, eine sinnvolle Arbeit in einem guten Umfeld zu finden.
Angesichts eines hohen Alkoholkonsums und häufiger, meist rauschbedingter Gewaltkriminalität sind die Herausforderungen in der präventiven Arbeit groß.
Jedes Jahr im Sommer finden die „Damba in Action“ Wochen statt.
Kinder und Jugendliche erleben Fußball- und Basketballturniere, Fahrradrallyes, Ringkämpfe und viele andere Spiele. Neben allem Spaß bei den Wettbewerben reden wir über Jesus, der jedem Leben Wert und Ziel gibt.
Mongolische Vollzugsexperten werden bei Besuchen in Deutschland und bei Seminaren in der Mongolei in ihren Aufgaben gestärkt, was den Reformprozess im mongolischen Strafvollzug unterstützt.
Eine große Herausforderung stellt die medizinische Versorgung in den Gefängnissen dar. Fachleute aus Deutschland und der Schweiz unterstützen durch ihre Einsätze die Arbeit in den Gefängnissen.