Ich war überschuldet und total am Ende.
Obwohl ich in einem gut bürgerlichen Elternhaus aufwuchs und die übliche Schulbildung durchlief, kam ich mit 13 zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt. Mit Freunden zusammen hatte ich einen Kaugummi-Automaten geknackt, wobei wir prompt auf frischer Tat ertappt wurden.
Als 14jähriger verübte ich Ladendiebstähle und Einbrüche in Gartenhäuschen. Ich rauchte, und die ersten Erfahrungen mit Alkohol und Haschisch hatte ich hinter mir. Aber ein "Kiffer" (regelmäßiger Haschkonsument) wurde ich erst mit 18.

Damals hatte ich meine Elektriker-Lehre abgeschlossen. Aber ich wollte nicht so leben wie meine Kollegen oder meine Eltern. Ich wurde arbeitslos. Trotzdem versuchte ich, einen hohen Lebensstandard zu halten. Autoeinbrüche und Haschischdealen machten das möglich. Bald begann ich, in Kneipen zu kellnern. Das Nachtleben brachte mich in Kontakt mit neuen Leuten, neuen Ideen und neuen Drogen. Ich suchte nach einem Lebensstil, der mich befriedigen würde. Aber innerlich blieb ich leer. Nach außen stimmte eigentlich alles. Ich hatte eine feste Freundin. Meine Beziehung zu den Eltern funktionierte. Trotzdem bröckelten in mir die Werte und Maßstäbe, die ich zu Hause und in der Schule erworben hatte. Die Versuche, wieder eine "normale" Laufbahn einzuschlagen, misslangen.

Als 21jähriger begann ich, Heroin zu konsumieren. Schon bald war ich abhängig. Kriminalität wurde zum Zwang. Nur durch den Handel mit Drogen konnte ich meinen Konsum finanzieren. Rechnungen blieben offen, mein Konto überzog ich hemmungslos.

Mit 26 Jahren sprach ich zum ersten Mal mit Christen über den Glauben an Gott. Ich war seelisch, körperlich und finanziell ruiniert. Gerne stieg ich auf ihr Angebot ein, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Hier machte ich einen Drogenentzug und beobachtete die Christen und ihren Lebensstil. Bereits während des Entzugs begann ich, beim Aufbau des Pflanzenparks mitzuhelfen. An den ersten Tagen wankte ich noch regelrecht über das Gelände. Ich hielt nur wenige Stunden durch. Als die körperlichen Entzugssymptome weg waren, konnte ich intensiver mitarbeiten. Ich half mit bei den Elektroinstallationen im Pflanzenpark-Neubau. Dabei erlebte ich, dass ich gebraucht wurde.

Dass ich einmal bewusst Christ werden würde, hätte ich nie gedacht. Doch ich war ein Süchtiger in einer ausweglosen Situation. Mich ermutigte, was ich über Gott erfahren hatte. Ich tat den Schritt und betete zu Jesus Christus: "Herr, wenn es dich wirklich gibt, dann komm' in mein Leben und vergib' mir meine Schuld und nimm' meine Sucht weg!" Von diesem Punkt an begann sich mein Leben zu verändern. Ich bewährte mich bei der Arbeit und wurde vor einem Rückfall bewahrt. Meine Schulden konnte ich abtragen, und auch das Verhältnis zu meinen Eltern ist wieder sehr gut. Im Pflanzenpark lernte ich viel Neues, besonders den Umgang mit Kunden und natürlich mit Pflanzen. Heute bin ich verheiratet. Wir haben drei Kinder und bieten straffälligen, drogenabhängigen und gefährdeten Menschen in unserer Familie ein neues Zuhause an.

Mit Schwierigkeiten gehe ich jetzt anders um: Ich versuche, die Dinge mit Menschen und mit Gott zu klären. Und ich stelle fest, dass sich mein Christsein in allen Lebensbereichen positiv auswirkt.




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Robert

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