Miteinander das Leben gestalten - in einem Familienverband.

Konsequente Hilfe im Strafvollzug erfordert es, die im Gefängnis geknüpften Beziehungen über den Tag der Entlassung hinaus fortzusetzen. Arbeit und Wohnung sind wichtig für den Neuanfang ohne Kriminalität, jedoch nicht ausreichend. Die Mitarbeiter der Gefängnis-Kontaktgruppen entschieden sich, straffällige junge Menschen in ihre eigenen Familien aufzunehmen und sie vollständig in den bestehenden Familienverband zu integrieren.

1978 wurde das erste Haus gekauft. Die Hauseltern zogen mit ihrer Tochter und jungen, engagierten Christen ohne kriminelles Vorleben zusammen mit jungen Straffälligen dort ein. Die jungen Männer wurden Mitglieder in einer "Großfamilie". Wie in jeder anderen Familie lebten sie 24 Stunden am Tag zusammen und teilten Freizeit und Privatleben miteinander. Bis heute hat sich an diesem System nichts geändert. In der Regel leben zwei Personen mit unterschiedlichem Hintergrund auf einem Zimmer zusammen. Entstehende Konflikte müssen gemeinsam gelöst werden. In seelsorgerlichen Gesprächen werden lebensgeschichtliche und situationsbezogene Zusammenhänge erarbeitet und Lösungsansätze gesucht. Ergänzend zum Familienleben bietet der Verein in den Bereichen Arbeit und Freizeit ein komplett neues Umfeld mit neuem Freundeskreis und Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.

Durch den Aufbau neuer Beziehungen, Berufsintegration und Beratung (z.B. Schuldenregulierung) wird das Leben auf eigenen Füßen vorbereitet. Durchschnittlich leben junge Menschen etwa drei bis vier Jahre in diesen Familien mit. Auch nach dem Auszug aus einer Wohngemeinschaft stehen die Angebote des Vereins dem einzelnen weiter offen.



 





Site Map


 

Haus Scheideweg - die erste Wohngemeinschaft


WG Ertel

Drucken Versenden
Developed by Binaryminds.de